Das Buch zum Sonntag (12)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Sibylle Berg: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot. Frau Berg wurde nach eigenen Angaben in den sechziger Jahren in Weimar geboren, verließ die DDR in den achtziger Jahren als Republikflüchtling. “Mit der DDR verbindet mich keinerlei Heimatgefühl, keine Sentimentalitäten.”, … Weiterlesen

Trostlose Landschaft

Angeregt durch Herrn Kaliban, habe ich meine in letzter Zeit gepflegte Ignoranz den Wahlplakaten gegenüber aufgegeben und sie mir im Zuger der übermorgen stattfindenden Landtagswahl genauer angesehen. Und ich muß sagen: Dieser Schritt hat sich nicht gelohnt. Die Wahlplakate sind ein Graus. Ich möchte hier einfach mal vorstellen, was mir auf meinem täglichen Weg von … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (11)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Karl Marx / Friedrich Engels: Das kommunistische Manifest In meiner bildungsbürgerlichen Arroganz verweigere ich heute einmal die Autorenvorstellung, einfach annehmend, daß die geneigte Leserschaft die beiden sehr gut einordnen kann. Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus. Bis heute … Weiterlesen

Velozipedäres Leiden

Radfahrer haben es nicht leicht im öffentlichen Straßenverkehr. Irgendwie stören sie alle anderen Teilnehmer nur an der ungehinderten Nutzung der Verkehrsflächen. Ich glaube sogar, schlechter angesehen sind eigentlich nur noch diese Autos mit der 25 hinten drauf. Selbst wenn sie sich vollkommen richtig verhalten (ja, ich komme darauf noch zurück), können sie doch von Glück … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (10)

Zur heute beginnenden Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: B. Traven: Das Totenschiff B. Travens Identität gehört zu den Kuriositäten der Literaturgschichte des 20. Jahrhunderts. Sie ist nämlich nicht bekannt. Es ist gelungen, die verschiedenen Pseudonyme, die er verwendet hat, ein und derselben Person zuzuordnen und sie auf einen Urspung zurückzuführen, nämlich auf … Weiterlesen

Trotz alledem

Freunde des Radsportes haben es bei Außenstehenden nicht leicht, ihre Begeisterung mitzuteilen. Nicht selten treffen sie auf Unverständnis, dessen Motivation sich weitgehend im Kernsatz: “Die sind doch eh alle gedopt.” zusammenfassen läßt. Meine Antwort darauf lautet: Ja eben. Darum ist es ja auch fairer als die meisten anderen Sportarten. Es steht zu vermuten, daß sich … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (9)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich heute der geneigten Leserschaft: Judith Hermann: Nichts als Gespenster. Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich mich öffentlich dazu bekenne, gerne Frau Hermanns Erzählungen zu lesen, mich aber, wie ja offensichtlich ist, nun aber dazu entschieden. Es ist ja auch ungesund, Teile seiner Persönlichkeit zu verleugnen. 😉 … Weiterlesen

Ein Krieg ist ein Krieg ist ein Krieg ist ein Krieg

“Nenn die Dinge immer beim richtigen Namen. Die Angst vor einem Namen steigert nur die Angst vor der Sache selbst.”* “Krieg [ahd. “Hartnäckigkeit”], organisierter, mit Waffengewalt ausgetragener Machtkonflikt zwischen Völkerrechtssubjekten oder zwischen Bevölkerungsgruppen (Bürgerkrieg) zur gewaltsamen Durchsetzung politischer, wirtschaftlicher, ideologischer oder miliutärischer Interessen.”** “Wir machen einen Stabilisierungseinsatz und keinen Krieg”*** Ich habe lange überlegt, wie … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (8)

Ich empfehle der geneigten Leserschaft für die heute beginnende Woche zur Lektüre: Franz Schuh: Memoiren Franz Schuh, geboren 1947, ist Lehrbeauftragter an der Universität für Angewandte Kunst in Wien, einem breiteren Publikum aber wohl eher bekannt mit seinen Arbeiten als Essayist (etwa in der Zeit). Auf ihn aufmerksam geworden bin ich 2006, als er den … Weiterlesen