Das Buch zum Sonntag (20)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Kurt Tucholsky: Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte. Zu den wenigen Ideen, die ich beim Beginn dieser Reihe hatte, gehörte, den Hausheiligen so lange wie möglich nicht zu empfehlen, um seinen Kommentaren zum Weltgeschehen größere Wirkmächtigkeit zu ermöglichen. Es war natürlich trotzdem nur eine … Weiterlesen

Hans Wolfshaut auf der Jagd

In der mir eigenen Verspätung greife ich ein Thema auf, das Blogosphäre und angrenzende Universen in den letzten Tage stark bewegte. Zu den Firmen, die ihre Anwälte Geld mit Abmahnungen verdienen lassen, gehört auch der Funktionskleidungshersteller Jack Wolfskin. Die Anfänge der Firma liegen einige Jahre zurück, 1981 gestartet in einem sich gerade formierenden Outdoor-Markt, der … Weiterlesen

Verschwindende Künste (1)

Heute: Alben hören. Im Laufe der Zeit gehen viele Kulturtechniken verloren, weil sie aufgrund des technologischen Fortschrittes nicht mehr benötigt werden. Besonders deutlich zeigt sich das im Verschwinden von Berufen. Nun, im Zeitalter des DTP mag es nicht mehr notwendig sein, Schriftsetzer zu haben, auch Kettenhemden werden heute nur noch in Spezialfällen benötigt (dann aber … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (19)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Alexander Sergejewitsch Puschkin: Die Erzählungen des verstorbenen Iwan Petrowitsch Belkin Puschkins Bedeutung für die moderne russische Literatur kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er darf mit Fug und Recht als russischer Nationaldichter gelten. Auch wenn ihm natürlich der Zeitgeist in die Hände … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (18)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Juli Zeh: Spieltrieb Betrachte ich die Liste der von mir bisher empfohlenen Bücher, so neige ich zu der Ansicht, daß es wohl doch so etwas wie einen Zeitgeist zu geben scheint, dem man sich nur schwer entziehen kann. Juli Zeh, geb. 1974, reiht … Weiterlesen

Nachwuchspreis

Die Entscheidungen des Nobelpreiskommittees in Oslo gaben häufig Anlaß zu kontroversen Debatten. Das ist gut so. Je öfter über Frieden und geeignete Schritte zu dessen Durchsetzung gesprochen wird, um so besser. Im Gegensatz zu den naturwissenschaftlichen Nobelpreisen allerdings wurde hier keineswegs immer erst ausgezeichnet, wenn ein Werk vollbracht und seine Auswirkungen bekannt sind. Nicht selten … Weiterlesen

Tirade, nicht ganz ohne Sympathie

Blair und Schröder, New Labour und Neue Mitte – es ist nicht lange her, da waren sie Heroen der europäischen Sozialdemokratie. Sie erzielten Wahlergebnisse, von denen Labour und SPD heute nur noch träumen können. Und doch – gerade das Modell der “Neuen Mitte” (das man getrost als Kopie von “New Labour”) ansehen darf, ist es, … Weiterlesen

Klett auf Abwegen?

Meine politische Sozialisierung habe ich im Milieu der LandesSchülervertretungen Mitte der neunziger Jahre erfahren. Bei Treffen auf Bundesebene habe ich dort für mich sehr bizarre Erfahrungen machen können. Um die Gleichberechtigung der Geschlechter herzustellen gab es da so putzige Ideen wie die quotierte Redeliste (die unabhängig von der tatsächlichen Zusammensetzung des Gremiums natürlich 1:1 quotiert … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (17)

Ich empfehle der geneigten Leserschaft für die morgen beginnenden Woche zur Lektüre: Jana Hensel: Zonenkinder “Zonenkinder” ist mein Paradebeispiel für Bedeutung durch Rezeption. Frau Hensel, geboren 1976 in Borna, hat sich mit diesem Buch einen festen Platz im Wendediskurs gesichert. Es handelt sich bei “Zonenkinder” um kein besonders gutes Buch, es ist nicht diskursiv und … Weiterlesen