Das Buch zum Sonntag (24)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Walter Moers: Rumo und die Wunder im Dunkeln Ich habe lange gebraucht, um Walter Moers Ernst zu nehmen. Sein “Kleines Arschloch” war mir etwas zu offensichtlich auf Provokation gebürstet (inzwischen gibt es einige wenige Strips, die ich mag) und ansonsten nahm ich nicht … Weiterlesen

Laßt euch nicht abspeisen

Meine politische Desillusionierung fand bereits im Jahr 1997 statt. Damals gab es in diesem wunderbaren Land den sogenannten Lucky Streik, bei dem gegen verschiedene Fehlentwicklungen in der Hochschulpolitik protestiert wurde (restriktive Maßnahmen gegen ausländische Studierende (Slogan damals: “Ausländer bleiben! Kanther vertreiben!”), massive Streichungen in den Budgets, Überfüllungen der Hörsäle, nicht besetzte Lehrstühle, Kahlschlag im akademischen … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (23)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Sibylle Berg: Der Mann schläft Ich habe Frau Berg gelegentlich bereits empfohlen. Ihr aktueller Roman, den ich heute empfehle, unterscheidet sich jedoch deutlich von “Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot.” Und zwar weniger stilistisch, da ist immer noch diese … Weiterlesen

Das letzte Recht

Seit meiner Jugend beschäftigt mich das Thema “Suizid” aus hier jetzt nicht näher zu benennenden Gründen. Der Tod Robert Enkes, insbesondere jedoch die unglaubliche Berichterstattung in journalistischen (wenn man dieses Etikett noch zubilligen möchte) Beiträgen und in diversen sozialen Netzwerken hat mich daher nicht unberührt gelassen. Das für mich dabei erschreckende ist die Selbstreferentialität der … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (22)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Uwe Tellkamp: Der Turm Zum Abschluß der zweiten Kulturwoche heute ein Buch, das zu den beeindruckendsten Werken gehört, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Tellkamps Buch spielt im Dresden der letzten sieben Jahre der DDR, von Breschnews Tod bis zum Mauerfall am … Weiterlesen

Gachmurets zweite Kulturwoche: Radio

Radio: Japan-A-Radio Es gibt Tage, da schalte ich einen ganzen Tag lang obigen Radiosender ein. Bevorzugt, wenn es Dinge zu räumen (zum Beispiel endlich mal die Belletristik nach dem Umzug wieder alphabetisiert werden soll) oder zu packen (für eine längere Reise, zum Beispiel) gilt oder der Frühjahrsputz ansteht. Die japanische Kultur ist in höchstem Maße … Weiterlesen

Gachmurets zweite Kulturwoche: Anime

Anime: Akira In der ersten Kulturwoche empfahl ich bereits einen Film, der nach Meinung eines Rezensenten dazu geeignet war, das Genre des Animationsfilmes neu zu denken. Ähnliches ließe sich über “Akira” sagen. Wenn auch in der westlichen, insbesondere der europäischen Wahrnehmung japanischer Animationsfilme der Paukenschlag, mit dem dieser Film auftrat noch weit höher eingeschätzt werden … Weiterlesen

Gachmurets zweite Kulturwoche: Liedermacher

Liedermacher: Hannes Wader Zu den wenigen musikalischen Prägungen meiner Jugend, die ich heute nicht ausschließlich mit dieser rührseligen Mischung aus Melancholie und Peinlichkeit höre, die nicht selten beim Wiederhören der Musik aus der eigenen pubertären Phase entsteht, sondern aus Überzeugung und mit Genuß höre, zählt Hannes Wader. Der Typus des klassischen politischen Singer/Songwriters mit Verpflichtung … Weiterlesen

Gachmurets zweite Kulturwoche: Film

Film: Blutige Erdbeeren Ilja Ehrenburg schreibt in seinen Memoiren, daß Menschen nicht aus der Geschichte lernen, weil sie nicht in der Lage seien, aus Erfahrungen anderer zu lernen, sondern nur aus den eigenen Erfahrungen lernten. Ein Mensch, der wie Ehrenburg (1890-1967) das 20. Jahrhundert in all seinen Irrwegen erlebt hat, kann wohl auch kaum zu … Weiterlesen

Gachmurets zweite Kulturwoche: Musik

Musik: The Beautiful South Über britischen Humor, ja über die Eigenartigkeit der Briten generell wurden bereits regalmeterfüllend (oder, wie wir wohl bald schreiben müssen, um noch verstanden zu werden: gigabytespeicherfüllend) Texte geschrieben, nicht wenige, und gerade einige der besten, von Briten selbst. Wahrscheinlich ist da auch etwas dran. Einer meiner gelegentlich angebrachten Redewendungen lautet: “Man … Weiterlesen