Das Buch zum Sonntag (31)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Joey Goebel: Vincent „In Brandenburg, in Brandenburg / Ist wieder jemand voll in die Allee gegurkt / Was soll man auch machen, mit Siebzehn, Achtzehn in Brandenburg.“ singt Rainald Grebe über eine eher strukturschwache Region, wie der offizielle, wohl mindestens euphemistisch zu nennende … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (30)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Theodore Dreiser: Schwester Carrie Dreiser gehört zu meinen sehr frühen Leseerfahrungen. Neben May und Verne zu den frühesten, an die ich mich bewußt erinnern kann. Vulgärpsychologisch begründet behaupte ich sogar, daß meine Vorliebe für bis zur Selbstzerstörung scheiternde Helden mit dieser Lektüre zusammenhängt. … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (29)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: E.W. Heine: Kinkerlitzchen Heines „Kille Kille Geschichten“, zu denen auch dieser Erzählungsband gehört, sind ganz hervorragende Beispiele für bitterböses Erzählen. Immer wieder gelingt es ihm, den Lesenden in Sicherheit zu wiegen, ihm eine Idylle oder wenigstens eine harmlose Geschichte vorzugaukeln, um ihm dann … Weiterlesen

Väterchen Frost strikes back

Die „Wahrheit“-Redaktion der taz erfand dereinst das Verb „bosbachen“ zur Beschreibung des Sich-zu-allem-und-jedem-äußern. So verwundert es also nicht, daß Herr Bosbach natürlich auch was zum Wetter zu sagen hat: „Wir neigen zur Dramatisierung: Was heute Schnee-Chaos heißt, nannte man früher Winter.“ (zum Beispiel hier nachzulesen.) Das hat mich ins Grübeln gebracht, was für eine Aussage … Weiterlesen

30 Jahre grüner Marsch

Die Grünen feiern ihren 30. Geburtstag. Zeit, mal zu resümieren. Das Geburtstagsständchen hält heute Erich Mühsam, der seinen Text allerdings seinerzeit der deutschen Sozialdemokratie widmete: Der Revoluzzer War einmal ein Revoluzzer, im Zivilstand Lampenputzer; ging im Revoluzzerschritt mit den Revoluzzern mit. Und er schrie: „Ich revolüzze!“ Und die Revoluzzermütze schob er auf das linke Ohr, … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (28)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: William Gibson: Mustererkennung Suchte man unter den zeitgenössischen Schriftstellern nach einem Pendant zu Jules Verne, William Gibson würde unweigerlich auf die Kandidatenliste geraten. Glauben wir Wikipedia, so gehen immerhin „Cyberspace“ und „Matrix“ auf sein Konto – nunja. Auf jeden Fall ist Gibson stets … Weiterlesen

Happiness is overrated

Soweit die Kulturgeschichte zurückreicht gibt es Zeugnisse von der Suche der Menschen nach Enthemmung. Das alltägliche Zusammenleben bringt einige Einschränkungen in Sachen Selbstentäußerung mit sich. Offenbar scheint aber genau dies ein tiefsitzendes Bedürfnis zu sein, denn das Leben war noch nie eine Aneinanderreihung von Glückzuständen, sondern meist eher madig. Das möchte man aber nun nicht … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (27)

Für die morgen beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Samuel Shem: House of God Literatur vermag die Welt zu verändern. Eines der Beispiele dafür ist das heute empfohlene Werk. Die schonungslose Beschreibung des Klinikalltags in einem US-amerikanischen Krankenhaus war mindestens ein Katalysator für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ebendort. Sicher, Literatur kann nach … Weiterlesen

Ballade über die Unzulänglichkeit des menschlichen Konsumstrebens

Vielleicht gibt es ja in der geneigten Leserschaft ein paar Welterklärer, die mir hier mit einleuchtenden Argumenten weiterhelfen können, bis dahin jedoch verbleibe ich im echauffierten Empörergestus des in seinen Bedürfnissen ignorierten Kunden. Anläßlich des betrüblichen Nachlassens der Funktionalität meiner Funktionsjacke (an sich eine putzige Sache: Nach einem der zahlreichen Dauerregen der letzten Wochen stellte … Weiterlesen