Das Buch zum Sonntag (66)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Thomas Müntzer: Hochverursachte Schutzrede Mein Verhältnis zu Müntzer und das damit verbundene Bild, das ich von ihm habe, wäre auch einmal eine Untersuchung wert. Soll aber heute kein Thema sein. Insbesondere, da ich mir offen halten möchte, gelegentlich Müntzer noch einmal intensiv zu … Weiterlesen

Der Unverstandene. Wirre Gedanken.

Auf mdr info hörte ich gestern diesen Kommentar des Paris-Korrespondenten Christoph Wöß.
Ich bin kein Kenner Frankreichs. Ich bin überhaupt kein Kenner von irgendetwas (wie an anderer Stelle schon geschrieben, wissen Buchhändler immer von allem etwas, dafür aber nichts richtig). Von Frankreich allerdings verstehe ich noch weniger als von vielem anderem. Mag also sein, daß der Kurzkommentar von Herrn Wöß gar nicht so gut ist, wie er mir als unbedarftem Zuhörer schien.
Allerdings erscheint mir seine Analyse durchaus überzeugend, weil sie einfach zu allem paßt, was ich bisher zu lesen und zu hören bekam. Ein geschlossenes Weltbild allein ist allerdings eine sehr schwache Garantie, was jedem klar sein dürfte, der sich einmal mit Fundamentalisten unterhalten hat.

Insofern können die folgenden Gedanken also auch kompletter Nonsense sein, aber hey, “It´s my party.”

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Das Buch zum Sonntag (65)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Woody Allen: Pure Anarchie Betrachtet man das filmische Werk Woody Allens, besonders das der Siebziger Jahre, dürfte es wenig überraschen, daß er auch als literarischer Erzähler auftrat. Beim vorliegenden Band handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung, die nach einer längeren Schaffenspause des Autors … Weiterlesen

Das Leiten in der Kultur

Irgendwo in meinem Hinterkopf lauert noch ein grandios-brillanter, alles umfassender und ein für alle Mal klärender Essay zur Kultur der Angst, die inzwischen die Rolle des metaphorischen Opiums übernommen hat, für das zu anderen Zeiten ein durchaus brillanter Denker die Religion vorgesehen hat (wobei auch diese ja durchaus aus einer Angst heraus zu erklären wäre, … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (64)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich dem geneigten Publikum zur Lektüre: Heinrich Mann: Der Untertan Diederich Heßling war ein weiches Kind, das am liebsten träumte, sich vor allem fürchtete und viel an den Ohren litt. Ist das nicht ein großartiger erster Satz? Mit meinem Assoziationskopfkino bräuchte ich jetzt kein weiteres Wort verlieren. Da ich … Weiterlesen

Kein Buch zum Sonntag (6)

In der Hoffnung, der Sympathie der geneigten Leserschaft nicht verlustig zu gehen, muß ich eben diese auf die nächste Woche vertrösten. Das Manuskript, an dem ich gerade arbeite, erweist sich als widerspenstiger als vermutet, es gibt noch einiges an Papierkram zu erledigen und es ist zuem erstaunlich, wie lange man so schlafen kann, wenn der … Weiterlesen

Das Buch zum Sonntag (63)

Für die heute beginnende Woche empfehle ich der geneigten Leserschaft zur Lektüre: Jakob Hein: Mein erstes T-Shirt An diesem historischen Tag* scheint es mir besonders passend, diesen Erzählungsband zu empfehlen. Jakob Heins Debut erzählt aus seiner Jugend, die natürlich nicht ganz so war wie die vieler anderer seiner Altersgenossen, aber irgendwie eben doch. Ich weiß … Weiterlesen