R E S P E C T

Mein Verhältnis zur Partei der Grünen und ihren PolitikerInnen hat etwas von einer enttäuschten Liebe. Es ist dies heute aber nicht der Tag, darüber nachzudenken. Ich möchte heute nur meinen tief empfundenen Respekt für Claudia Roth, die für mich immer für das steht, was gut ist an den Grünen (das Andere, das Mutige, das Offene) … Weiterlesen

Wahlkampf

Ich liege gerade krank im Bett, daher muss der Hausheilige heute mal den Text übernehmen. Heute waberte durch die Nachrichten der Auftakt zur 100Tage-Aktion der SPD, mit der sie behauptet, die Wahl gewinnen zu wollen. Ich hätte da mal eine Wortmeldung aus dem Jahr 1924: Man sollte genug aus den letzten zehn Jahren gelernt haben. … Weiterlesen

Gachmuret feat. Der Hausheilige – live und in Bewegung

Es wird einmal wieder Zeit, den letztens in diesem Rahmen doch arg vernachlässigten Hausheiligen wieder dorthin zu rücken, wo er hingehört: Ins Rampenlicht. In Halle wird im Rahmen eines bemerkenswerten Konzeptes der Kleinkunst gehuldigt und natürlich kann keine Kleinkunsthuldigung, die etwas auf sich hält, auf Dr. Kurt Tucholsky verzichten. So strömt also zahlreich herbei, wenn … Weiterlesen

Alte Helden. Wirre Gedanken ohne sinnvolle Konklusion.

michaelis2

Als ich diese Ankündigungen für ein Konzert von Dirk Michaelis in Leipzig hängen sah, fertigte ich ein photographisches Abbild an zu dem Behufe, in Verbindung mit eben diesem auf dem Kurznachrichtendienst »Twitter« alsbald ein geistreiches Bonmot zu veröffentlichen, das durch die Verbindung des Künstlernamens mit dem Auftrittsort auf eine vielleicht zu weit gehende Verehrung lokal verbundener Künstler referieren sollte und so geeignet gewesen wäre, die Gemüter zu erheitern und meinen Ruhm zu mehren.
So war der Plan.
Dann aber schaute ich mir das Plakat genauer an und stellte fest, was Dirk Michaelis da zu singen beabsichtigte. »Welthits in deutscher Sprache« nämlich. Das klang dann aber doch sehr nach Teleshop, diesem grauenhaften Ort, an dem man Welthits in noch ganz anderer Form käuflich erwerben kann (interpretiert von singenden Saxophonen etwa oder von grinsenden Gitarristen).
Dies stimmte mich nachdenklich.
Nun war ich nie ein besonders großer Freund der Kunst von Dirk Michaelis (die Karussell-Lieder, die ich mag, stammen aus der Zeit vor seinem Engagement in der Band), aber »Als ich fortging« war ein wichtiger Teil meiner jugendlichen Sozialisation und lässt mich auch heute nicht kalt. Das mag der Grund für eine gewisse sentimentale Grundsympathie sein, auch wenn ich keine Ahnung habe, was er in den letzten Jahren so getrieben hat.
Welches Recht also habe ich denn nun, wehmütig zu sein, wenn ich ein solches Plakat sehe und (möglicherweise auch vollkommen zu Unrecht) mit Assoziationen belege, von denen »Och nö, das ist aber schade« noch die freundlichste ist?

Weiterlesen

Supa Richie

Man hat es in diesem Jahr nicht leicht, wenn man in Leipzig lebt und nationalem Jubeltum eher abhold ist. Die Heldenstadt feiert sich ja generell gerne, in diesem Jahr nun mit besonders stolzgeschwellter Brust. Während aber die alljährlichen Oktoberfeierlichkeiten zumindest doch an Ereignisse erinnert, für die Leipzigs Bewohner tatsächlich substantiell einen Grund haben, sich zu … Weiterlesen